Turmbauer

Turmbauer - Bauspiel,Geschicklichkeitsspiel von Matt Mette

Aufgetürmt oder eingestürzt?

Nicht immer sind wir aufmerksame Regelzuhörer. Oft wird moniert, und das zurecht, dass einige Spieler beim Regelvorlesen oder -erklären abschalten oder das iphone einschalten und dann während des Spieles alles nachfragen, während die aufmerksamen Spieler in der Runde schon ihre Züge planen und durch das unqualifizierte Nachfragen zu Fatalen Fehlern verleitet werden. Dieses Mal haben wir aber aufgepasst und die Zeile "keine Figur darf eingebaut werden, es muss mindestens ein freies Feld zur Bewegung verfügbar sein" hallt noch in unseren Ohren, während wir auf die Rückseite der Schachtel schauen. Kann es sein, dass die grüne Figur eingebaut ist? Dass der rote Spieler demnach eines seiner Teile regelwidrig verbaute? Ist das ein Test? Soll man das Kosmos mailen und bekommt dann irgendeine Kleinigkeit, so als guter Regelleser und Offenes-Auge-Haber? Oder haben die Damen und Herren aus der Presseabteilung die Regel nicht gelesen und einfach mal so drauf losgebaut? Wird wohl so gewesen sein. Wir aber können uns nun getrost zurücklehnen und den Rest der Regel ignorieren, einer fragt sowieso nach und dann können wir immer noch aufpassen...

Damit es hinterher keine doofen Fragen gibt, fassen wir die Regeln noch einmal zusammen: Jeder Spieler bekommt 12 Bauteile, von denen jeweils zwei gleich groß sind. Die kleinsten Teile bestehen aus nur einem Klotz, die größten aus 6. Alle sind im Schachbrettmuster gestaltet, also abwechselnd neutral und in der Spielerfarbe. Der Beginn des Turmes ist eher bescheiden, in der Tischmitte liegt ein 2x2 großes Bauteil. In der ersten Runde dürfen die Spieler ihre Teile so anlegen, dass sie dabei eine größere Grundfläche gestalten. Ab der zweiten Runde dürfen die neuen Bauteile nicht mehr den Tisch berühren und maximal einen Klotz weit über das Fundament herausragen.
Beim Bauen muss man das Schachbrettmuster immer beachten. Farbe auf Farbe darf nie gebaut werden. Haben aber mal mehrere Spieler gepennt, dann wird das falsch gebaute Teil aber auch nicht wieder entfernt. Da man sich nicht frei entscheiden kann, was man baut, wirft man zwei Würfel. Die Augen der Würfel geben vor, welches Teil man verbauen muss. Werfe ich eine 2 und eine 3, darf ich entweder ein 2er Teil oder ein 3er Teil verbauen. Werfe ich einen Pasch, kann ich mir das Teil aussuchen.
Neben den 12 Bauteilen bekommt jeder Spieler noch zwei Bauringe, die in unserer Version allerdings zwei Bauscheiben waren. Macht aber nichts, ihre Funktion ist die gleiche. Wer eine Scheibe opfert, kann bauen, was er will. Dies kann helfen, wenn ich etwas würfel, das ich nicht mehr habe. Denn dann müsste ich eigentlich ein Teil in die Schachtel zurücklegen und habe so für die kommenden Runden noch weniger Auswahl.

Immer wenn ich gebaut habe, kann ich meine kleine Figur versetzen. Dabei darf ich nur über neutrale oder Klötze meiner eigenen Farbe ziehen. Ziel ist es, möglichst hoch hinaus zu kommen. Mehr als einen Höhenunterschied darf ich aber auf einmal nicht überwinden. Sollte ich die Klötze wie eine Treppe nutzen können, darf ich aber mehrere auf einmal überwinden.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler den Turm zum Fallen bringt. Dann gewinnt, wer vorher am höchsten stand. Oder es endet, wenn alle Spieler ihre Bauteile verbaut haben. Wer nun am höchsten steht, gewinnt.

Turmbauer ist das Gegenteil von Jenga. Man versucht seine Bauteile möglichst gewinnbringend im Turm zu verbauen, so dass die eigene Figur immer höher steigen kann. Dabei darf man auch Lücken lassen und andere, schon verbaute, Bauteile kurzfristig entfernen. Klug ist es immer, die großen und schwer zu verbauenden Teile früh loszuwerden, was aber den Nachteil haben kann, dass man manchmal Zahlen würfelt, mit denen man nichts anfangen kann. Dafür gibt es dann aber die Scheiben oder Ringe.

Wer gerne Spiele spielt, die sich in die Höhe winden, hat auch Spaß an Turmbauer. Es ist schnell gespielt, die Regeln sind wirklich so leicht wie auf der Schachtel angepriesen und es macht auch noch Spaß. Was will man mehr von einem kurzweiligen Spiel erwarten?

Sie sollten Turmbauer kaufen, wenn Sie:
Sie sollten Turmbauer nicht kaufen, wenn Sie:
- eine ruhige Hand haben- keine Bauspiele mögen
- gerne in die Höhe bauen- meinen, dass Holzklötze für Kinder sind
- Schachbrettmuster erkennen und erstellen können- mehr Taktik wünschen
- andere Spieler vom Turm werfen wollen


Strategie / Taktik
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Kurzinfos

Turmbauer

Gesamtbewertung

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Autor

Matt Mette

Verlag

Kosmos

Erscheinungsjahr

2010

Spieleranzahl

2 - 4

Dauer

ca. 20 - 30 Min.

Alter

ab 8 Jahren

Preis

ca. 30 €

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